Das Land Italien ist ein Industriestaat, der einst eine stark gelenkte Volkswirtschaft war. Es war der staatliche Konzern IRI, der ca. 1.000 Tochtergesellschaften unterhielt und mehr als 500.000 Beschäftigte Arbeit und Brot gab. Die Wirtschaft von Italien wurde allerdings im Laufe der 1990er Jahre nach und nach privatisiert. Hierdurch wurden die Märkte geöffnet und dereguliert. Heute ist die Wirtschaft in Italien die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. Im weltweiten Vergleich liegt im weltweiten Vergleich im Bezug auf das BIP je Einwohner auf Platz 23. Dabei ist anzumerken, dass die Schattenwirtschaft in Italien traditionell schon immer sehr hoch ist. Man geht davon aus, dass rund 17 bis 30 Prozent der Einnahmen aus der Wirtschaft in diesen Kanälen verschwinden. Das heißt es gibt viele Firmen in Italien, die auch auf seriöse Art und Weise arbeiten.
Dabei liegt das Wirtschaftswachstum seit über einem Jahrzehnt stets unter dem Durchschnitt der übrigen EU-Länder. 2007 wuchs die Wirtschaft lediglich um 1,5 Prozent, 2008 schrumpfte sie um 1 Prozent und 2010 um 5,1 Prozent.
Tourismus spielt große Rolle
Heute werden in Italiens Wirtschaft mehr und mehr Unternehmen privatisiert und dereguliert.
Dazu zählen auch zahlreiche staatliche Betriebe. Dabei sind heute bedeutende Industrien in Italien der Schiffbau und die Nahrungsmittelindustrie, aber auch die Telekommunikationsbranche, sowie die Solarbranche, die Chemie – und auch die Stahlindustrie. Darüber hinaus spielt in Italiens Wirtschaft auch der Tourismus eine sehr große Rolle. Während man im Norden des Landes im Winter hervorragend Skibedingungen antrifft, kann man im Sommer im Süden herrliche Tage am Strand verbringen. Attraktiv sind auch die Landstriche der Toskana und natürlich auch die Hauptstadt des Landes, Rom. Hier spielt der Tourismus eine besonders große Rolle.
Zu den Exportschlagern des Landes gehören Weine und auch Olivenöl.
